Fundament und Geschichte


Die Idee

Wir hatten ein Haus im Rohbau und eine Idee: Eine Schule aufbauen, die ein faires und bezahlbares Bildungsangebot macht und drüber hinaus sich Themen annimmt, die über den alltäglichen Horizont hinausführen. Die Schule soll eine  Plattform für Begegnung und Austausch zwischen Menschen verschiedener Kulturen werden, ein Austausch von Erfahrungen, neuen Entdeckungen, alten Traditionen, neuen Techniken. 2004 begannen die Vorbereitungen durch das Sammeln von Sachgütern. Der Umbau des Hauses  zur Schule begann zum Jahresbeginn 2005 unter der Leitung von Owusu Agyei. Als die Schulstruktur gerade fertig war traf  Agyei auf eine verzweifelte Gruppe von Schülern und Lehrern einer Senior High School, welcher ihre Schule fristlos gekündigt wurde.

Die Schüler saßen nun auf der Straße, die Lehrer waren arbeitslos.  Agyei stellte spontan seine gerade errichte Schule  zur Verfügung und vollendete mit dem Einrichten von Unterrichtsräumen, die Garage wurde zum Bibliothek. Die Schüler konnten ihre Abschlüsse machen!

Die Notwendigkeit einer bezahlbaren Schule lag auf der Hand, die Nachfrage war stark. So entwickelte sich das Projekt immer weiter.  Aus zunehmnder Enge entstand der Plan auszubauen. Durch die Initiative von Lawrence Guntner,  die zur Verbindung mit Dr. Hans-Viggo v. Hülsen führte, erhielt die Schule entscheidende Förderung.  Von Hülsens, zu Beginn unseres Kontaktes Gemeinwesenbeauftragter des Rotary Clubs Gifhorn- Wolfsburg, später  Projektbeauftragter. Sein jahrelanges, unerschütterliches, kreatives und fachlich unschlagbares Engagement wurde zu einem wahren Segen für die Weiterentwicklung des Projektes. Er unterstütze uns mit einem von ihm neu entworfenen Konzept eines kooperativen Rotary Projektes  bei der Wasserversorgung zusammen mit der Bingo- Umweltstiftung. Auch beim Bau von Sanitäräumen erhielt die Schule umfangreiche finanzielle Hilfe. Zudem auch bei der Anschaffung eines Schulbusses, bei dem Transport von Schulausstattung von Deutschland nach Ghana. Als Kurator der Karl- und Marisa Hahn Stiftung unterstützte er den Aufbau der Schulpartnerschaft mit Rat und Tat. Das Projekt dankt ihm mit großem Respekt für sein segensreiches Engagement.

 

Die Joyful Learning School ist in Trägerschaft des Deusch/Ghanaischen Freundschaftsvereins Wolfsburg. Wir sind ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Durch die Unterstützung unserer Projektpaten aus Deutschland und viel Eigenleistung entstand ein ganzes Schulzentrum mit mittlerweile 19 festen Mitarbeitern vor Ort.


Die Entwicklung

 2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

 

2016

Gründung mit einer Oberstufenklasse

Anbau von 3 Klassenräumen, Einrichtung Boardinghouse für 50 Schüler

Schüler erhalten Fahrräder für den Schulweg, Start PC-Klasse, Bau Sportplatz und Fußballfeld

Kauf von 10 Hektar Land zum Bau eines neuen Schulzentrums

Auszeichnung mit dem UNESCO Nachhhaltigkeitspreis, Baubeginn auf neuem Land

Start Solarkocher Projekt in Ghana - Unsere Abiturienten haben eine der höchsten Abschlussquoten der Stadt!

Einrichtung der Gästewohnungen, Beginn Studentenaustausch

Eröffnung der Grundschule

Kauf des ersten Schulbusses, Grundwasserbohrung zur Wasserversorgung auf neuem Gelände

Eröffnung Kindergarten

Das neue Schulgelände wird weiter ausgebaut. Wir feiern 10 Jahre  Joyful Learning! Beginn der Schulpartnerschaft mit der Grundschule Ehmen-Mörse

Strukturwechsel: Ablösung des Senior High Schol Zweiges - die Schule wächst ab jetzt von unten nach oben durch. 4- Wochen Partnerschaftsbesuch: Direktor Ibrahim Oppong kommt mit Schülerin Sandra nach Wolfsburg - Beginn eines lebendigen Austausches- Einweihung der lebendigen Schulpartnerschaft per Skype



Fundament

Neugier und Forschergeist

Das Fundament unserer Schule besteht nicht nur aus Steinen - es besteht aus der Neugier und Wissenslust, dem Interesse an der Vielfältigkeit von Dingen und Menschen, der Hartnäckigkeit den Dingen auf den Grund zu gehen. Kinder sind von Natur aus Entdecker und Forscher. Diese Freude am Lernen zu erhalten oder wieder zu erwecken bedeutet unser Name Joyful Learning (Lernen mit Freude) und ist damit zugleich Fundament und Ziel.

Fantasie

Mit der Kraft der Fantasie stellen wir uns vor: Wir schaffen es zusammen das Leben nachhaltig, zukunftsfähig und schön zu gestalten!  Warum nicht?

Umweltschutz

Vom Schmetterling zum Baumriesen - die Bedeutung der Natur für unser Leben zu erkennen finden wir wichtig.

Wir geben den Schülern und ihren Familien immer wieder neue Impulse mit, z.B. ganz praktisch: Kompostherstellung statt Brandrodung, Solarkocher bauen statt kochen auf der Feuerstelle.

Unsere Schulkinder lernen Umweltgifte kennen und diese zu vermeiden.

Außerdem bauen wir im Schulgarten Nutzpflanzen an.


Kochen mit der Sonne - leicht gemacht  ....                          Einführung in die Technik auch bei Regen!

Am Samstag, dem 13.Mai 2017, erlebten wir eine wunderbare Einführung in eine erstaunliche Technik: Wie man mit einfachsten Mitteln einen transportablen Solarkocher selbst  zusammenbauen kann. Und das auch noch aus upcycling Produkten! Alte Wahlplakate und Draht-Wäschebügel für den Topfuntersetzer fanden eine neue Aufgabe!

 

Diese tolle, sinnvolle Idee und Umsetzung stellte Dr. Hartmut Ehmler von Helmholtz-Institut den Vereinsmitgliedern und Förderern des Deutsch/Ghanaischen Freund-schaftsvereins vor.

Am Vereinssitz in Wolfsburg Mörse wurden unter einem Scheunendach bei prasselndem Regen Theorie und Praxis des Kochers dargestellt und die motivierte Gruppe baute unter der sehr freundlichen Anleitung von Dr. Ehmler einen Solarkocher nach.

 

Wir sehen einen  großen Nutzen des Solarkocher-Modells für Menschen in Ghana. Es ist so klein und zusammenfaltbar, dass es in jedem Haushalt Platz findet. Es ist einfach transportabel für Arbeiter auf dem Feld oder Menschen, die unterwegs kochen müssen.

 

Es spart Brennholz und erhält damit den Baumbestand. Es gibt den Kindern und Frauen mehr Zeit für sinnvolle Tätigkeiten, anstelle traditionsgemäß Feuerholz zu sammeln.

 

Es fällt kein Rauch an, was Menschen und Umwelt schont.

 

In Ghana gibt es meist nicht ausreichend Strom und selten Elektroherde. Gas ist erhältlich, aber wie Strom sehr teuer und für die meisten einfach lebenden Menschen nicht zu bezahlen.

 

Der Solarkocher gart sogar bei leichter Bewölkung, braucht dann eben nur länger.

 

Bald wird Owusu Agyei in Ghana den mobilen Solarkocher vorführen. Auf seine Rückmeldung warten alle Vereinsmitglieder und Förderer sehr gespannt. 

Mit großem DANK an Dr. Ehmler, im Namen aller begeisterten Teilnehmer

 

Reinhild Zenk